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Aktuelle Ausgabe: Info-Evangelisation 3 / 2010
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► Letzte Ausgabe: 8.000 Stück
Nach dem wir im April die Auflage von Info-Evangelisation erhöht hatten, waren innerhalb einer Woche alle 4.000 Exemplare vergriffen. Wir mussten die Druckerei erneut bemühen. Grund: Viele sächsische Kirchgemeinden haben das Blatt für Spenderwerbung bestellt.
► Ende der Therapie
„Frau Doktor, mir geht’s gar nicht gut “- das ist fast immer der Beginn des Gesprächs beim Erstkontakt. Ob nach der ersten Sitzung weitere folgen, bestimmt der Patient. In der ersten Sitzung hat er Vertrauen gefasst (oder eben nicht), den Psychiater aus der Nähe kennen gelernt. Er muss jetzt sagen, ob er in die Therapie einsteigen möchte.(Das ist natürlich nicht bei allen Fragestellungen angesagt, oft sind einmalige Beratungen schon genug, oder nach einigen wenigen Stunden ist das Problem gelöst.)
Während der Wochen und Monate, in denen nun regelmäßige Gespräche stattfinden, bietet der Therapeut in all dem Schweren, das aus Vergangenheit und Gegenwart zur Sprache kommen muss, Halt, Entlastung und Ermutigung. Daran kann man sich gewöhnen! Darauf möchte man nicht mehr verzichten.
Heute morgen dachte ich beim Gespräch mit einer 56jährigen Frau: ‚sie hat vieles ‚sortiert’ und Sicherheit gewonnen. Ihre Beziehung zu Jesus ist frisch und vertrauensvoll geworden. Eigentlich braucht sie mich nicht mehr.’ Aber ich sagte ihr das nicht, weil ich sie nicht beunruhigen wollte. - Die Stunde ging zuende, wir beteten und suchten den neuen Termin. Dabei war sie irgendwie zerstreut. Dann erzählte sie unvermittelt: „Neulich, als ich mit Sohn und Schwiegertochter im Restaurant saß, kam ich mir auf einmal wie eine normale Mutter vor, bei meinem Alter und der richtigen Stellung ‚angekommen’. Ich dachte, du brauchst jetzt keine Psychotherapie mehr!“
Da konnte ich ihr meine Gedanken mitteilen und wir waren beide sehr froh. Nun kommt sie noch einmal, zu ihrer 24. und letzten Therapiestunde. Da wird gefeiert!
Dr. Christa-Maria Steinberg
► Regionales „Projekt 28“
Erstmalig startete „Projekt 28“ in einer Region. Jeweils am 28. Kalendertag eines Monats wird dort ein evangelistischer Abend angeboten. Nachdem das Pilotprojekt im ersten Halbjahr in Lengefeld lief, hat sich nun das Ev.-Luth. Kirchspiel Frauenstein darauf eingelassen. Nach einem Seminar zum Thema „Wie lade ich ein?“ mit Michael Kaufmann gab es bisher vier Abende in Nassau, Hermsdorf, Dittersbach und Burkersdorf. Bis auf den letzten Abend im Oktober wurden säkulare Räume gewählt, um die Hemmschwelle für Suchende und Interessierte niedrig zu halten. Sabine Fische schrieb über ihre bisherigen Erfahrungen: "...wir können hier in diesem Kirchspiel kaum fassen, was während der Zeit der Aktionstage in und zwischen uns Gemeindegliedern und Mitarbeitern in Bewegung gekommen ist! Danke für das Tun Ihres ganzen Teams!". Projekt 28 geht weiter. Im nächsten Jahr wird es in Cunersdorf bei Annaberg eine neue Staffel geben.
► Ballenstedt: Ökumene mal anders
Während der Fußball-WM starteten die christlichen Gemeinden in Ballenstedt/Harz eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „ABSEITS!? - NEIN DANKE!“ Erfreulich gut gelang hier die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gemeinden. Wo gibt es das schon, dass bei einer Evangelisation römisch-katholische Nonnen, ein Baptistenpastor und evangelische Pfarrer gemeinsam an einem Strang ziehen?
► Standpunkt: Homosexualität
Auf Anfrage von Chefredakteur Krille wurde in den Kirchenzeitungen (Sachsen, Anhalt und Thüringen) die Stellungnahme zum Thema Homosexualität von Dr. Christa-Maria Steinberg veröffentlicht.
Es ist Gottes Wille, dass wir einander annehmen (Römer 15, 7), und zwar auch in der jeweiligen Andersartigkeit. Dass sich die Kirche gegen die Verfolgung und Herabwürdigung homosexuell empfindender Menschen einsetzt, ist von der Bibel her gerechtfertigt und geboten.
Andere annehmen bedeutet allerdings nicht, alles gut zu heißen, was sie tun. Hier ist Jesus Christus unser Vorbild: Er lädt in seiner Barmherzigkeit alle zu sich ein. Dennoch macht er Gottes ethische Maßstäbe unmissverständlich klar und rückt nicht um der Menschen willen davon ab.
Bibel steht klar
Gottes Meinung zur Homosexualität ist in der Bibel dargelegt. Nicht nur, dass der Mensch als Einheit von Mann und Frau zum Ebenbild Gottes geschaffen wurde (1. Mose 1, 27; 2, 23-24). Sondern es heißt auch in 3. Mose 20, 13: “Wenn ein Mann bei einem Mann liegt, als würde er bei einer Frau liegen, so haben sie beide einen Greuel begangen.“ Und in Römer 1, 27: “Gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben.“(Schlachter, 2000). Die Stellen spiegeln Gottes Willen wider und können nicht als kulturell bedingt abgetan werden.
Als Kirche müssen wir demnach unterscheiden zwischen den Menschen, die es zu schützen gilt, und der Sache, die in Gottes Namen nicht gesegnet werden kann – zwischen homosexuell empfindenden Menschen und praktizierter Homosexualität. Eine „Einsegnung“ gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ist also nicht möglich.
Homosexualität im Pfarrhaus
Die Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare offen im Pfarrhaus miteinander leben dürfen, weckt für eine Kinderpsychiaterin als erstes die Frage nach den betroffenen Kindern auf. Es gibt erfolgreiche Bestrebungen, gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht zu geben, Kinder zu erziehen. Nun sind aber Kinder darauf eingestellt, auf der Welt den Vater und die Mutter vorzufinden, die sie gezeugt haben. Danach verlangen Kinder, davon träumen sie, wenn sie ihre Eltern nicht kennen. Für eine sichere geschlechtliche Identitätsentwicklung ist das Erleben von Vater und Mutter übrigens unerlässlich. Darüber hinaus ist das Pfarrhaus Vorbild für die Gemeinde. Gleichgeschlechtliche Pfarrersleute setzen sich öffentlich über Gottes Willen hinweg. Gemeindeglieder können verunsichert oder abgeschreckt werden. Vollmächtige, gemeindebauende Predigt und Seelsorge ist ohne Gehorsam gegen Gott unmöglich. Gleichgeschlechtliche Partnerschaft im Pfarrhaus ist ein Widerspruch in sich: geht nicht.
Dr. med. Christa-Maria Steinberg
► Allianzkonferenz

► Evangelisation für Menschen mit Behinderung
Vom 21.-24. Juni evangelisierte Hartmut Günter in der „Diakonie am Tonwerk.“ Thomas Günzel, Pfarrer am Berufsbildungswerk Leipzig, hatte die Organisation in der Hand. Von ihm wissen wir, dass es gesegnete Tage waren. Am vierten Tag hieß das Thema: „Das trau ich mir - zu lieben“. Die Handpuppen „Susi und Willi“ machten klar, was Liebe bewirkt und Hartmut Günter erklärte dazu, dass wir uns von Gott lieben lassen und die Liebe an andere weitergeben dürfen.
Täglich kamen etwa 60 Besucher. Am ersten Tag standen drei Zuhörer unter dem Kreuz, an den nächsten Abenden jeweils 10 Menschen mit geistiger Behinderung, manche von ihnen sichtbar im Herzen berührt. Den vielen fröhlichen Gesichtern war abzulesen, dass die Gute Nachricht ankam. Viele Helfer, darunter die Singing Rollis und der Behindertendienst der evangelischen Jugend Sachsens haben sich fleißig eingesetzt, gebetet, treu geholfen, umsichtig zum Gelingen der Tage beigetragen.
Die ersten „Treffen der Guten Nachricht“ (Nacharbeit) haben bereits stattgefunden. Wir bitten Gott weiter, dass die Gute Nachricht ein Echo hat und wir bei Andachten und Gottesdiensten die Resonanz spüren.
Dr. Christa-Maria Steinberg
Weitere Veranstaltungsreihen können mit dem Evangelisten Hartmut Günther vereinbart werden.
E-Mail
► 5 Männer krempeln Ärmel hoch
Seelingstädt: An der Grenze zwischen Sachsen und Thüringen trafen sich fünf Männer am Stammtisch und beschlossen: Wir bieten im Gasthaus „Zur Sonne“ eine Evangelisationswoche an. Ohne hauptberufliche Kirchenmitarbeiter stemmten die Christen der Region die Vorbereitung und wurden durch steigende Besucherzahlen im Laufe der Woche, die unter dem Thema „Treffpunkt Sonne“ stand, belohnt. So kamen 250 Besucher am letzten Abend.
Darf ich unters Kreuz?
Intensive Gespräche und auch Glaubensentscheidungen gab es während dieser Tage. An einem Abend sprach mich ein Mädchen nach der Veranstaltung an: „Darf ich jetzt auch noch unters Kreuz kommen?“
Die ersten Nachtreffen zur Evangelisationswoche wurden von Andreas Riedel gestaltet. Bis zu 70 am christlichen Glauben Interessierte fanden sich dazu jeweils in der „Sonne“ ein.
Lutz Scheufler
► Aktuelle Fragen
Brackenheim: „Warum gibt es Leid? Warum lässt Gott das zu? Das sind Fragen, die die Menschen beschäftigen. Die Antworten stehen in der Bibel“, erklärt Evangelist und Musiker Lutz Scheufler zum Thema „Lebensfrust“. Er ist Gastredner bei den Abenden im Zelt, die unter dem Motto „Leben erleben“ eine Woche lang von der Evangelisch-methodistischen Kirche unter Mitwirkung der Gemeinde Gottes veranstaltet wird. Rund 200 Gäste folgen an den Abenden im Zelt den Beispielen und Ausführungen zu Themen rund um das Leben: „Im letzten Buch der Bibel heißt es: Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass auch für Christen vieles unbegreiflich ist, so Scheufler, der hauptberuflich beim sächsischen Landesjugendpfarramt der Ev.-Luth. Landeskirche tätig ist. An diesem Abend referiert er zu Aspekten wie Krankheit, Depression, Enttäuschung und zeigt Antworten der Bibel auf... Ins Gespräch kommen die Zuhörer bei einem kleinen Imbiss im Anschluss an die Vorträge, die musikalisch von Scheufler selbst, den Liedermachern Döhler & Scheufler sowie vom Chor Eudokia umrahmt werden... „Wir freuen uns, dass die Veranstaltung bisher so gut angenommen wird“, sagte Pastor Schroer: „Es kommen auch viele Gäste, die nicht Mitglied unserer Kirche sind.“ Dazu gehören Dagmar und Wolf-Dieter Kurz: „Es sind aktuelle Fragen der Zeit, von denen sich viele Menschen bedroht fühlen und dadurch an ihre Grenzen stoßen. Da ist es gut zu wissen: Was hält einen?“
© Heilbronner Stimme
► Musik für die Seele
Bad Oeynhausen. Ein gelungenes Konzert: Gottes Wort ging direkt ins Ohr. Die Sonne war gerade am Horizont verschwunden, als aus der Laurentius-Kirche in Rehme Lachen, Beifallsstürme und melodische Lieder erklangen.
Grund sind die Ostwind-Musiker und Pfarrer Dr. Theo Lehmann, die am Donnerstag zum letzten Mal mit ihrer Gott-will-alle-Tour rund 160 Zuhörer begeisterten. „Ganz schön steiler Titel“ meinte Hannes Noweck, Jugendreferent des Kirchenkreises Vlotho zur Begrüßung, der die Musiker und den Theologen schon 2007 nach Bad Oeynhausen geholt hatte. Was sich dahinter verbarg, war ein besonderer Mix aus Liedern und kleinen Geschichten über Gott. Ob einzeln oder zu zweit, mal mit dem gesamten Ensemble, die Liedermacher Jörg Swoboda, Wolfgang Tost und Lutz Scheufler boten kraftvolle Stimmen und ein vielfältiges Spiel auf der Mundharmonika und Gitarre, immer begleitet von einem hervorragenden Ronny Neumann am Piano. Alle zusammen brachten das Kirchenschiff zum Klatschen, Swingen und Träumen. Ihre Melodien waren eingängig und blieben leicht in den Ohren haften, gepaart mit textlichen Botschaften, die manchmal schmunzeln ließen, dann aber wieder nachdenklich stimmten, aber stets viel Hoffnung und Lebensmut in sich bargen, wenn es hieß „Mach aus Sorgen ein Gebet“ oder „Lass die Sonne nicht untergehen“.
„Wir sind fünf Freunde und haben einen besonderen Freund: Jesus Christus.“
Seit zehn Jahren tritt Pfarrer Dr. Theo Lehmann gemeinsam mit den Liedermachern Jörg Swoboda, Wolfgang Tost und Lutz Scheufler sowie dem Pianisten Ronny Neumann auf. In seinem Jugendgottesdienst haben sich die fünf gefunden, auf den jährlichen christlichen Liedermachertreffen in Chemnitz immer wieder zusammen gespielt. Es entstand eine Freundschaft die äußerst produktiv war: viele Lieder haben sie zusammen komponiert, die durch ihre variationsreichen Klänge und die Vielseitigkeit der eingearbeiteten Musikstile ins Herz gehen. Gottesbotschaft ließe sich wunderbar durch die Musik transportieren, meint der Theologe: „Eine Liedzeile hakt sich besser als ein gesprochenes Wort in die Seele rein“.
Dies sei jetzt ihre Abschiedstournee, sagt der bekennende Sachse mit Wehmut in der Stimme. Bundesweit waren sie rund zehn Mal im Jahr auf Konzerten unterwegs, künftig werden die Liedermacher in neuer Besetzung zu hören sein. Nach heftigem Beifall und einigen Zugaben beendete Theo Lehmann mit einem Gebet und Segen das himmlische Konzert und seinen Abschied von der Bühne.
© Neue Westfälische

► Über Stock und Stein
Er ist 19x Deutscher Meister und 6x Weltmeister. Er wohnt im Erzgebirge und ich habe ihn bei einer Evangelisationswoche in Geyer erlebt: Den Rad-Trail-Sportler Marco Hösel. In einer halsbrecherischen Show ging er mit seinem Rad über Kisten und Treppen und bekam tosenden Applaus.
Nach der Show stand er zum Interview bereit. „Gab es auch Tiefschläge im Leben des Weltmeisters?“, wurde gefragt. Sportliche gab es bis auf kleine Verletzungen keine, meinte Hösel. Aber im Privaten hat er mit seiner Familie einiges zu verkraften. Der kleine Sohn ist mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen. Das Kind wurde operiert und muss noch weitere OPs über sich ergehen lassen. Und dann erzählte Marco Hösel von dem, der ihm im Leben, also im Privaten und im Sport Halt gibt: Jesus Christus. „Ich lebe als Christ“, sagte er. Und dann zeigte er auf einen Aufkleber auf seinem Rad. Dort steht, warum er das alles macht: Für Sport. Für Menschen. Für Gott.
Lutz Scheufler